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Im Sommer 2005 war es dann endlich soweit, und ich durfte wieder zu den Delphinen fliegen. Dieses mal ging es nach Curacao. Mama hat mir gesagt, das die Therapie fast um die Hälfte billiger ist als in Amerika.
Aber der Flug war ganz schön anstrengend. Mama wollte meinen früheren Ziwi aus dem Kindergarten mitnehmen, weil es für Mama und Papa ja doch ganz dolle anstrengend ist mit meinen beiden Brüdern und mir zur Therapie zu fliegen. Aber leider ist kurz vorher was dazwischen gekommen, so das Sascha leider nicht mitfliegen konnte. Dabei mag ich den Sascha ganz ganz doll. Er hat immer ganz viel mit mir im Kindergarten geübt, viel Bilderbücher mit mir angeschaut, und ganz lustige Sachen mit mir gespielt. Aber dann ist Uta mitgeflogen. Die Uta kennt Mama schon ganz lange. Uta ist Kinderpflegerin und arbeitet bei mir in der Schule.
Wir sind also irgendwann nachts zum Flughafen nach Düsseldorf gefahren, und nach Amsterdam geflogen. Dort hatten wir 4 Stunden Aufenthalt und dann ging es weitere 14 Stunden nach Curacao. Die 4 Stunden Wartezeit in Amsterdam waren gar nicht so schlimm. Der Flughafen ist so groß das wir eine menge zu gucken hatten. Auch ein kleines Spielzimmer haben sie dort. Ich kann ja jetzt schon richtig gut laufen, und bin immer wieder auf die Rutsche geklettert und gerutscht. ( Ja gut, es war eine kleine Rutsche, und Mama hat immer daneben gestanden, aber es hat richtig viel Spaß gemacht).
In Curacao am Flughafen wurden wir dann von unseren Vermietern abgeholt. Da Mama für uns kein Hotelzimmer gebucht hat, weil uns das viel zu teuer war, hat sie im Internet ein Apartment für uns gefunden. Das Apartment war für 4 Personen, aber da ich ja noch im Babybett schlafe ging das ganz gut. Uta und Kevin hatten das kleine Schlafzimmer und Mama, Papa, Dustin und ich das große. Das Apartment hat für 17 Tage gerade mal 770 Euro gekostet, und der Mietwagen 450 Euro. Wenn wir ein Hotelzimmer für 4 Personen genommen hätten, dann hätten wir 2600 Euro für 14 Tage bezahlt. Unser Apartment hatte zwar keinen Pool, aber Mama und Papa haben gesagt, das wir ja schließlich nicht zum Urlaub machen nach Curacao fliegen.
Sonntags war das erste Treffen aller Familien und Therapeuten im Therapiezentrum. Das war total klasse. Die Therapeuten haben sich alle bei mir vorgestellt. War schon komisch das die auch alle zu mir gekommen sind. Und am Montag ging es dann los. Meine Geschwister waren in der Geschwisterbetreuung. Dh. Sie konnten während der ganzen Therapie in extra räumen spielen und mussten sich nicht langweilen in der Zeit wo ich meine Therapie bekommen habe. So hatten Mama und Papa genug Zeit mir zuzuschauen. Mein Therapeut Mathias und seine Praktikantin Silke haben mir immer bei Mama und Papa abgeholt, und sind mit mir in einen Raum gegangen wo wir Ergotherapie, Logopädie und Krankengymnastik gemacht haben. Dann haben sie mich umgezogen bzw. ich musste ganz viel alleine machen, damit ich auch lerne mich irgendwann mal selber an und ausziehen zu können. Und dann ging es für eine Stunde ans und ins Wasser.
Ich habe in Curacao ganz viel gelernt. Z.B. kann ich jetzt meine Mund zu machen. Wenn ich das will. Mama ist ganz glücklich darüber das ich nicht mehr so viel Sabber. Ich kann jetzt auch länger an einer Sache drann bleiben. Ich schaffe es schon 5 Perlen aufzufädeln. (Ja, es sind große Perlen, aber ich schaffe das). Hier irgendwo auf meiner Seite findet ihr bestimmt auch eine Zusammenfassung meines Therapieberichtes wo ihr nachlesen könnt was ich genau gemacht habe.
Als wir wieder zu Hause waren, ging alles weiter. Mama macht noch bis heute die Übungen mit mir. Manchmal habe ich aber keine Lust, und dann muss Mama einfach mit mir Bilderbücher anschauen.
Ja, jetzt muss Mama wieder anfangen Geld für eine Neue Therapie zu sammeln.
Im September bin in dann in die Schule gekommen. Mama hatte ganz schön Angst davor. Ich weis gar nicht warum. Ich gehe sooooooooo gerne in die Schule. Wenn morgens der Bus kommt winke ich Mama schon immer zu. Sie braucht ja eigentlich gar nicht zu warten bis der Bus da ist, ich bin doch schon groß und kann das ganz alleine. Aber darauf will Mama sich überhaupt nicht einlassen, oder sie versteht mich einfach nicht.
In der Schule wartet dann schon Lena auf mich. Lena ist meine Schulbegleitung, und die hat ganz schön viel zu tun mit mir. Sie muss immer aufpassen, weil ich so gerne weg laufe, und weil ich auch immer alles in den Mund nehmen möchte. Außerdem kann sie ganz toll aus den Bilderbüchern vorlesen. Sie geht immer mit mir in den Snuselraum und muss mich nach dem Essen immer abwaschen, weil ich immer das Essen so gut verteilen kann. Dann will ich auch immer ganz doll mit Lena schmusen. Meistens wenn ich dreckig bin von draußen.
Ich habe die Lena ganz lieb und bin bestimmt traurig wenn sie im Sommer nicht mehr da ist.
Ich hoffe das Euch der Bericht ein wenig gefallen hat, und ihr genauso viel Spaß beim lesen hattet wie ich bei meinem Delphin. Mama hat gesagt, wenn sie weiterhin auf dem Weihnachtsmarkt in Letmathe einen Glühweinstand haben darf, dann werden wir in 5-6 Jahren wieder zur Delphintherapie fahren können.
Drückt mir bitte die Daumen, das wir das Schaffen.
Robin
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